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Rembrandt van Rijn: Selbstporträt als Zeuxis.

Mit dem grinsenden Zeuxis habe ich mich erstmalig in Berlin im Zusammenhang mit ein paar Selbstporträts unterschiedlicher Künstler und im Rahmen einer Zusammenstellung für eine Rembrandt-CD beschäftigt. Zu der Zeit entstand der entsprechende Artikel in der Wikipedia. Nun stand ich dem Bild im Kölner Wallraf-Richartz-Museum gegenüber - es ist ein wenig kleiner als gedacht, der Effekt ist allerdings dadurch nicht wirklich gemildert. Der Zeuxis auf dem Bild grinst dem Betrachter quasi ins Gesicht:

Rembrandt lacht über seine Auftraggeber, seine Kundschaft - und durch die Jahrhunderte hindurch auch über uns. Ein alternder Maler, der in seiner Weisheit über die Welt in ihrer ganzen Eitelkeit lachen kann. -- Achim Raschka 20:45, 7. Feb. 2009 (UTC)
Tja ist nun die Welt so eitel oder der Künstler selbst? Maler die immer wieder sich selbst porträtieren sind für die einen ständig auf der Suche nach sich selbst oder versuchen sich zu überprüfen. Für mich bleibt der Verdacht der eitelen Selbstbeschäftigung. Welch Charakter verbirgt sich hinter einem Menschen, beim dem sich so oft alles um ihn selbst dreht. Ob Rembrandt oder Picasso - geniale Künstler, die vermutlich eher unsympatische Zeitgenossen waren. Aber große Künstler dürfen auch gern mal schwierig sein. Das Lachen des Zeuxis, sein Blick und der gesamte Gesichtsausdruck bleibt für mich geheimnisvoll - der alte Rembrandt - schaut er wirklich zu uns oder durch uns durch? Ist er dem Leben nah oder blickt er schon in eine andere Welt. Ein schönes Bild. Und natürlich wirkt es nur so richtig wen man vor dem Original steht. Ich hoffe Du nutzt noch oft die Gelegenheit um den alten Mann zu besuchen. Vielleicht entdeckst Du jedes Mal ein neues kleines Geheimnis an ihm oder die Wirkung des Bildes auf Dich verändert sich. --Rlbberlin 00:12, 8. Feb. 2009 (UTC)
Naya, das mit der Eitelkeit bei Selbstporträtierern ist so'ne Sache - mein immer-noch-Favourit bei den Selbstporträts, Lovis Corinth, hat sich ja irgendwie eher selten so eitel dargestellt wie das Rembrandt tat - Corinth hat jedes Jahr ein Eigenporträt gemalt und irgendwie war er meistens fett, saufend oder später halt krank. Bei Rembrandt war es allerdings tatsächlich eher immer stolz - bis auf eben dieses Bild, das aus den anderen imho so rausfällt. -- Achim Raschka 01:12, 8. Feb. 2009 (UTC)
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Rembrandt van Rijn: Selbstporträt als Apostel Paulus

Na stolz schaut er hier auch nicht gerade aus - eher etwas traurig. --Rlbberlin 02:13, 8. Feb. 2009 (UTC)
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Rembrandt van Rijn: Großes Selbstporträt

O.k., wir brauchen also eine tiefergehende Analyse der Selbstporträts - Im Verlag hatte ich mal ein entsprechendes Buch dazu. Der von Julius ausgebaut Rembrandtartikel in der Wikipedia schreibt an der Stelle Das Studium an sich selbst nahm Rembrandt vor allem zu Beginn seiner Laufbahn vor, als er Radierungen anfertigte, die ihn in verschiedenen emotionalen Zuständen und den dazugehörigen Haltungen und Körpersprache darstellen. Im Spätwerk fertigte er stattdessen vermehrt Bildnisse an, die sein Alter zum Thema haben oder in denen er historische Rollen annimmt. – spannend, dass hier der alte Rembrandt als Paulus und Zeuxis deutlich mehr Platz einnimmt als die Selbstporträts der Jugend und der Hauptschaffenszeit (keine Kritik am Artikel, fällt nur auf). -- Achim Raschka 09:38, 8. Feb. 2009 (UTC)

Hattest Du etwa diese hübsche Buch zur Hand?: Ernst Van de Wetering: A Corpus of Rembrandt Paintings IV: The Self-Portraits: v. 4. Stichting Foundation Rembrandt Research Project, Springer Netherlands, Amsterdam 2005, ISBN 1-402-03280-3. (für EUR 1.324,99 zu haben)
Auf Dieser Seite gibt es ein paar hübsche Bilder und auch ein wenig Text. Insgesamt ist zu diesem Thema sehr viel veröffentlicht worden. Das kann man natürlich nicht alles in einem Rembrandt-Übersichtsartikel unterbringen. Der Artikel ist an dieser Stelle erstmal ok. Man könnte da natürlich immer alles anders machen ... Die Selbstporträts verdienen gerne einen eigenen Artikel und selbst gegen einen Artikel, der nur die Altersporträts im Überblick behandelt, wäre aus meiner Sicht nichts einzuwenden. Das macht allerdings alles sehr viel Arbeit. Was meinst Du mit "Hauptschaffenszeit"? --Rlbberlin 13:04, 8. Feb. 2009 (UTC)
Hauptschaffenszeit = die Zeit, in der er sich reich gearbeitet hat und bevor er alles wieder ausgegeben hat.
Zu dem Buch: Nee, so teuer war das nicht, eher was Billiges auf deutsch. Gruß -- Achim Raschka 13:10, 8. Feb. 2009 (UTC)

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